Advertisement

Durchblutung und Sauerstoffverbrauch des Hirns unter Normalbedingungen

  • H. Gänshirt
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 81)

Zusammenfassung

Der Ausdruck „Normalbedingungen“ ist im vorhergehenden Abschnitt bereits angewendet worden. Es wurde dort ausgeführt, in welchem Maße die Blutgase, der Blut- und Liquordruck einerseits und der Funktionszustand des Gewebes andererseits auf die Hirndurchblutungsgröße und den Hirnsauerstoffverbrauch Einfluß nehmen. Unter Normalbedingungen sind demnach die Voraussetzungen zu verstehen, die eingehalten werden müssen, um zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen. Größenordnungsmäßig setzen sie die Bedingungen voraus, die unter physiologischen Umständen an Mensch und Tier gegeben sind. Da der wichtigste Regulator der Hirndurchblutung die Kohlensäure ist, muß ein alveolärer Kohlensäuredruck von 40 mm Hg herrschen. Der mittlere arterielle Blutdruck muß 100 mm Hg betragen und der alveoläre Sauerstoffdruck 100 mm Hg. Wegen der Beziehungen des intracellulären po2 zum Blut-po2, Blutsauerstoffgehalt und Hämoglobingehalt wird ein Blut-Hb von 100% vorausgesetzt. Abgesehen von der arteriovenösen Blutdruckdifferenz, die im wesentlichen eine Funktion von Blut- und Liquordruck ist, sind unter den später zu betrachtenden klinischen Verhältnissen die geforderten Bedingungen in der Regel gegeben. Weniger im Tierexperiment als in der Klinik, in die heute der Blutersatz in großem Umfang Eingang gefunden hat, ist die BlutViskosität zu beachten. Sie soll am Vollblut absolut 2,46—2,94 Centipoise betragen (Pirofsky 1953).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • H. Gänshirt

There are no affiliations available

Personalised recommendations