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Zur Physiologie und Klinik des primären Hyperparathyreoidismus

  • Peter Petersen
Chapter
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Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 120)

Zusammenfassung

Wir beschränken uns auf einige wesentliche Aspekte und folgen dabei den Darstellungen von Haas (96), Labhart (137), Uehlinger (220) und Wernly (228, 230). Es wird heute allgemein angenommen, daß die wichtigste Funktion des Parathormons die Konstanterhaltung des Calciumspiegels ist. Dabei liegen die Angriffspunkte des Hormons im Knochengewebe, im Nierentubulus und im Darm. Durch vermehrten Knochenabbau, erhöhte intestinale Calcium-Resorption und verminderte tubuläre Calcium-Rückresorption wird der Serumcalciumspiegel erhöht, durch umgekehrt gerichtete Mechanismen wird er gesenkt. Der Serumcalciumspiegel wird konstant erhalten einesteils durch Koordination dieser drei Vorgänge und andernteils durch die steuernde Funktion der Parathyreoidea, die das Parathormon in mittlerer, verminderter oder erhöhter Menge ins Blut ausschüttet. Diese Steuerung scheint vorwiegend oder ausschließlich durch einen Mechanismus der Rückkoppelung bewerkstelligt zu werden, wobei der Serumcalciumspiegel der adäquate Reiz für die Parathormonausschüttung ist. Jede Erhöhung des Serumcalciumspiegels führt daher zu einer Drosselung der Parathyreoidea-Aktivität und jedes Absinken desselben zu einer Verstärkung der Parathyreoidea-Aktivität.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Peter Petersen
    • 1
    • 2
  1. 1.Psychiatrischen und NervenklinikUniversität FreiburgDeutschland
  2. 2.Psychiatrischen Universitätsklinik BurghölzliZürichSchweiz

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