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Zusammenfassung

Das klassische Bild des primären Hyperparathyreoidismus (HPT) ist dasjenige einer extrem seltenen, durch hochgradige Entkalkung, multiple Frakturen und Knochenverbiegungen sowie durch Cysten und braunen Tumoren ausgezeichneten Skeletaffektion. An dieser bis 1934 geltenden grundsätzlichen Auffassung hat als erster der amerikanische Endokrinologe Albright (3) zu rühren gewagt. Auf Grund einer genauen klinischen Verarbeitung der wenigen damals bekannten Fälle vermutete er, daß Nierenkomplikationen, namentlich die Nephrolithiasis und die Nephrocalcinose, eine ebenso häufige oder sogar eine häufigere Folge des HPT sein könnten als die Skeletaffektion. Er wandte sich daher mit seinen Schülern dem Studium unausgewählter Nephrolithiasis-Patienten zu und entdeckte unter ihnen sehr bald eine große Zahl neuer HPT-Fälle. Dabei konnte er auch das biochemische Syndrom der Affektion genauer definieren und für die Diagnostik nutzbar machen. Überall in der Welt, wo nun nach seinen neuen Kriterien auf HPT hin untersucht wurde, erwies sich die Affektion als auffallend häufig (53, 63, 102). Heute betrachten manche Endokrinologen den HPT sogar als eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen überhaupt (96).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Peter Petersen
    • 1
    • 2
  1. 1.Psychiatrischen und NervenklinikUniversität FreiburgDeutschland
  2. 2.Psychiatrischen Universitätsklinik BurghölzliZürichSchweiz

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