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Historischer Überblick

  • Rolf Müller
Chapter
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Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 90)

Zusammenfassung

Wandelsterne oder Wanderersterne nannten die Sternkundigen früher Völker jene fünf hellen Gestirne, die nicht, wie es der Augenschein lehrte, sich mit jener Sphäre um die Erde bewegten, auf der das Heer der Sterne angeheftet war. Zu diesen Wanderern gesellten sich noch die Sonne und der Mond, so daß ihre Zahl sieben betrug. Doch die Gesetze der Bewegungen der den Tag regierenden Sonne und des die Nacht beherrschenden Mondes waren schnell zu verstehen, wenn man ihnen ihre eigenen Sphären gab, die nach alter Vorstellung um den Erdbeobachter kreisten. Die fünf hellen Planeten dagegen, die wie Sternpunkte ausschauten, zeigten verwirrende Bewegungen auf. Einige — wir meinen Merkur und Venus — stiegen überhaupt nicht in die Himmelshöhe empor, sondern gaben nur kurz bemessene Gastrollen am Morgenoder Abendhimmel. Die anderen drei — Mars, Jupiter und Saturn — leuchteten zu unterschiedlichen Zeiten am Nachthimmel. Sie bewegten sich dabei, wenn man ihre Stellungen mit denen der Fixsterne verglich, im Gegensatz zu diesen von West nach Ost, mal schneller, mal langsamer. Ja, zuweilen schienen sie stillzustehen, als wollten sie dann mit der Fixsternsphäre sich um die Erde schwingen. Dann wieder kam es zu seltsamen Begegnungen der Wandelsterne am Himmel, wobei sie sich manchmal einander so näherten, daß sie fast zu einem Stern zu verschmelzen schienen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Rolf Müller
    • 1
  1. 1.Sonnenobservatoriums WendelsteinUniversitätssternwarte MünchenDeutschland

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