Hemmung der Ketogenese durch 3,5-Dimethylisoxazol

  • A. Hasselblatt
  • P. Bubenheimer
  • U. Schwabe
Part of the Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie book series (ENDOKRINOLOGIE, volume 12)

Zusammenfassung

Die heterocyclische Verbindung 3,5-Dimethylisoxazol hemmt die lipolytische Spaltung der Neutralfette im Fettgewebe und hindert den Organismus daran, seine Fettdepots zu mobilisieren. Das muß sich besonders dann auswirken, wenn der Organismus gezwungen ist, auf Depotfett zurückzugreifen, um seinen Energiebedarf zu decken, also wenn im Hunger die verfügbaren Kohlenhydratreserven verbraucht sind und beim Diabetes, wenn Glucose nicht verwertet werden kann. In beiden Fällen wird die Lipolyse im Fettgewebe aktiviert, die Konzentration der unveresterten Fettsäuren im Blut steigt an, und der Fettsäureabbau in der Leber wird gesteigert. Dadurch steigt die Konzentration des bei der Fettsäureoxydation gebildeten Acetyl-CoA an. Es kommt zur Ketose, wenn dabei mehr aktivierte Essigsäure anfällt, als im Leberstoffwechsel verwertet werden kann. Dann wird Acetyl-Co-A zu Acetacetat kondensiert, das ebenso wie sein Reduktionsprodukt, die Beta-Hydroxybuttersäure, in das Blut übertritt. Durch 3,5-Dimethylisoxazol läßt sich die Lipolyse im Fettgewebe hemmen und dadurch verhindern, daß die Leber hungernder oder diabetischer Tiere mit unveresterten Fettsäuren überschwemmt wird. Wie im vorhergehenden Vortrag gezeigt wurde, läßt sich dadurch vermeiden, daß sich im Hunger Acetyl-CoA in der Leber ansammelt. Hier wurde geprüft, ob es möglich ist, durch eine Behandlung mit 3,5-Dimethylisoxazol die Ketonkörperbildung in der Leber zu hemmen und so die Hungerketose und die diabetische Ketose zu unterdrücken.

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Literatur

  1. Dulin, W. E., and G. C. Gereitsen: Hypoglycémic activity of 3,5-dimethylisoxazole. Proc. Soc. exp. Biol. (N.Y.) 113, 683 (1963).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • A. Hasselblatt
    • 1
  • P. Bubenheimer
    • 1
  • U. Schwabe
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen InstitutUniversität GöttingenDeutschland

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