Die Thoraxklinik Heidelberg-Rohrbach — ein Pneumologisches Zentrum

  • P. Drings

Zusammenfassung

Das Fach „Pneumologie“ entwickelte sich im Verlauf der letzten 100 Jahre vorwiegend in den Tuberkulose-Heilstätten. Diese hatten in der Regel weniger als 200 Betten und lagen in besonders klimatisch begünstigten Zonen abseits von Ballungsgebieten. Die Entwicklung begann in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland mit der Einführung der „Freiluftliegekur“. Man kam damit auch den seuchenhygienischen Bedürfnissen der Gesetzgeber nach Isolierung der Tuberkulosekranken entgegen. Leider führte diese Isolierung der Patienten zwangsläufig auch zu einer Isolierung der Ärzte. Mit der zunehmenden Spezialisierung der Medizin, die auch mit einer Aufspaltung der großen Fächer Chirurgie und Innere Medizin in mehrere Teilgebiete einherging, entstanden Probleme in der interdisziplinären Zusammenarbeit für die Versorgung der Patienten; diese waren naturgemäß besonders schwer für abseits gelegene Heilstätten zu lösen. Deshalb wurden diese Krankenanstalten im Zuge des allgemeinen Rückgangs der Tuberkulose als Ergebnis der sehr guten Ergebnisse der tuberkulostatischen Therapie zuerst geschlossen oder anderen Aufgaben zugeführt. Nur Krankenhäuser oder Abteilungen, die in größere allgemeine Krankenhäuser oder Universitätskliniken eingebunden waren, hatten eine reelle Chance, sich der modernen Entwicklung der Medizin anzupassen. Ein Beispiel hierfür ist die Thoraxklinik Heidelberg-Rohrbach. Sie stellt ein Pneumologisches Zentrum dar.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

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  • P. Drings

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