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Gewebliche Reaktionen bei inapparenten Virusinfektionen

  • Roland Gädeke
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Zusammenfassung

Eine Besprechung der geweblichen Korrelate von Virusinfektionen war in den bisherigen Betrachtungen bewußt zurückgestellt worden. Der Grund für diese Ausklammerung möge darin gesehen werden, daß Beobachtungen und Erkenntnisse über das gewebliche Verhalten im Verlaufe einer — die apparente Gesamtleistung eines Organismus nicht wesentlich beeinträchtigenden — Wirts-Virusauseinandersetzung von so grundsätzlicher Bedeutung für die Beurteilung derartiger Prozesse sind, daß uns eine besondere Behandlung solcher Fragen angemessen erscheint. Es geht dabei in unserer auf die Basis der Klinik gestellten Darstellung ganz besonders um die Frage, ob und inwieweit für eine inapparente Virusinfektion die Annahme einer Krankheit („maladie aigue“ nach Nicolle) erlaubt ist. Die Definition des Krankheitsbegriffes, wie sie uns von hervorragenden Beobachtern vorgelegt worden sind, erlauben keine einheitliche Beurteilung der inapparenten Infektion in ihrer Stellung zur Krankheit. Wenn Krehl [411] sagt, daß „Krankheit die Gestaltung von Lebensvorgängen unter besonderen Bedingungen“ sei, dann kann die inapparente Infektion in diesem Postulat durchaus ihren Platz beanspruchen ; dies ist aber schon nicht mehr so ohne weiteres möglich, wenn man von der Krankheitsdefinition Aschoffs [30] ausgeht, wonach „ein kranker Organismus ein solcher mit verminderter Leistungsfähigkeit“ ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG, Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

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  • Roland Gädeke

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