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Bisherige Ergebnisse, Problemstellung und methodischer Ansatz

  • Hanscarl Leuner
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 95)

Zusammenfassung

Der Begriff experimentelle Psychose (exp. Psych.) umreißt psychopathologische Zustände, die durch künstliche Intoxikation erzeugt werden und analog aus der Klinik und Symptomatologie der spontan entstehenden großen Psychosen bekannt sind. Beringer gebrauchte unter dem Eindruck der Ergebnisse seiner umfassenden Mescalinversuche 1927 dafür die allerdings etwas mißverständliche Bezeichnung „Modellpsychose“. In der Regel handelt es sich um toxische Rauschzustände, hervorgerufen durch Drogen wie Haschisch, Mescalin, Cocain, Hyoscyamin u. a., die auf Grund bisher unbekannter physiologisch-chemischer Einwirkungen auf den Hirnstoffwechsel Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und Veränderungen der Stimmung und der Affektivität hervorrufen. Die Aufmerksamkeit der Psychiatrie wurde auf diese, auch als „Phantastica“ und „Eidetica“ (Stoll), besser als Halluzinogene und Psychotica bezeichneten Drogen gelenkt, weil der durch sie Berauschte unter Halluzinationen, Störungen des Körperschemas, katatonen Symptomen und Depersonalisationserscheinungen leidet. Mit Hilfe dieser chemischen Substanzen können also auch beim Gesunden Symptome erzeugt werden, die an die Schizophrenie erinnern.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG / Berlin-Göttingen-Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Hanscarl Leuner

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