Die lipotropen Stoffe

  • K. Strunz
  • A. Hock
Part of the Beiträge zur Ernährungswissenschaft book series (BEW, volume 4)

Zusammenfassung

Cholin war der erste Wirkstoff, von dem eine spezifische Leberschutzwirkung bekannt wurde (29, 30, 53, 54, 74). Bei seinem Fehlen in der Nahrung entsteht eine abnorme Fettansammlung in der Leber, der zirrhotische Veränderungen folgen können. Best, der mit seinen Mitarbeitern seit Jahrzehnten auf diesem Forschungsgebiet führend arbeitet, wies in neuerer Zeit darauf hin, daß zwischen Pathologen und Biochemikern bezüglich der Leberverfettung (oder Fettinfiltration) gewisse Begriffsunterschiede vorhanden sind (32). Während der Pathologe darunter mikroskopisch nachweisbares Fett, auch regional auftretend, versteht, sieht der Chemiker als Kriterium den Anstieg der extrahierbaren Lipide an. Indessen wird bisweilen anfärbbares Fett in erheblichem Umfang gesehen, ohne daß eine Steigerung der mit den üblichen Lösungsmitteln extrahierbaren Lipide vorkommt. Werden Mäuse oder Ratten mit einer an lipotropen Substanzen armen Diät gefüttert, so ist bereits nach 24 bis 48 Stunden im zentrolobulären Bezirk das Auftreten anfärbbaren Fetts zu beobachten. Fettlebern infolge eines Mangels an Cholin oder -vorstufen wurden bei Ratte, Maus, Hund, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Kalb, Schwein, Affe und Ente gesehen [Literatur siehe Best (32)].

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1960

Authors and Affiliations

  • K. Strunz
    • 1
  • A. Hock
    • 2
  1. 1.Institut für TierernährungslehreHumboldt-Universität BerlinDeutschland
  2. 2.Instituts für TierernährungslehreHumboldt-Universität BerlinDeutschland

Personalised recommendations