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Die Variabilität der Körperfülleverläufe im Schulkindalter

  • Edmund Scholz
Part of the Wissenschaftliche Jugendkunde book series (JUGENDKUNDE, volume 5)

Zusammenfassung

Die Beobachtung individueller Wachstumsverläufe zeigt, daß dieKinder„im ganzen“ bald schneller und bald langsamer wachsen können. Auf Grund dieser Beobachtung kommt man dazu, den Begriff einer „generellen Wachstumsintensität“ in zunächst etwas verschwommen intuitiver Weise zu konzipieren. Z. B. haben im Säuglingsalter und in der ersten Hälfte des Kleinkindalters alle Hauptkörpermaße eine größere Jahresrate als in den ersten 3–4 Jahren des Schulkindalters, wozu man sagen kann, daß die „generelle Wachstumsintensität“ in den ersten 3 Lebensjahren bei allen Kindern eine größere als im Schulkindalter vor Pubertätsbeginn ist. Mit dem Wachstumsprozeß ist aber auch eine „kontinuierliche Formwandlung“ des Kindesverknüpft, die darin ihre Ursache hat, daß die Jahresraten der Körpermaße nicht den absoluten Werten der Körpermaße proportional sind. Z.B. ist bis zum Pubertätsbeginn die Beinlänge absolut kleiner als die Stammlänge (gleichgültig, wie man diese Größen im einzelnen mißt). Hingegen ist während dieser ganzen Zeit umgekehrt die Beinlängenrate fast doppelt so groß wie die Stammlängenrate. Hieraus folgt mathematisch notwendig, daß das Verhältnis Beinlänge: Stammlänge im Wachstumsalter bis zum Pubertätsbeginn laufend zunimmt, wodurch ein „kontinuierlicher“ Gestaltwandel entsteht. Analoge Betrachtungen können mit demselben Ergebnis für irgend 2 Hauptkörpermaße durchgeführt werden.

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© Johann Ambrosius Barth, München 1963

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  • Edmund Scholz

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