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Das für und Wider der These von der „Fehlenden Langfristigen Planung“

  • Susanne Grimm

Zusammenfassung

Untersuchen wir die — übrigens der Zahl nach nicht sehr umfangreiche — einschlägige Literatur zum Planungsverhalten von Arbeitern, so stoßen wir fast durchgängig auf die Auffassung, daß den Arbeitern langfristiges Planen fremd ist oder anders ausgedrückt, daß „der“ Arbeiter „von der Hand in den Mund“ lebt. Wir finden diese Ansicht nicht nur in der deutschen, sondern ebenfalls in der amerikanischen Literatur vertreten. Es fällt auf, daß man trotz der im wesentlichen unterschiedlichen Erklärungsversuche hüben und drüben zu demselben Ergebnis kommt. Das mag einer der Gründe dafür sein, warum dieses Vorstellungsmuster bis in die jüngste Zeit relativ unangefochten geblieben ist. Wir wollen hier nur zwei charakteristische Positionen herausgreifen: erstens die These von P. Jostock 1 und zweitens die für die amerikanische Forschung richtungweisende Studie von L. Schneider und S. Lysgaard.2

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Literatur

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Copyright information

© Johann Ambrosius Barth München 1966

Authors and Affiliations

  • Susanne Grimm
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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