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Differentialdiagnose der depressiven Zustandsbilder

  • Paul Kielholz
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Zusammenfassung

Diagnose und Differentialdiagnose der Depressionen sind durch Dissimulations- und Rationalisierungstendenzen, durch Überdekkung der depressiven Phänomene mit vielfältigen körperlichen Erscheinungen und durch das Fehlen spezifischer pathognomonischer Symptome erschwert. Zudem sind weder histopathologische noch biochemische, endokrinologische oder vegetative Befunde bekannt, die es gestatten, die verschiedenen Depressionsarten gegeneinander abzugrenzen. Auch kennen wir bis heute keine spezifischen Ursachen für das Syndrom Depression, denn fast jede Belastung oder Schädigung der Psyche oder des Körpers kann zu Depressionszuständen führen. Die nosologiche Zuordnung der Depressionen ist deshalb niemals allein an Hand einer kurzen Durchschnittsuntersuchung möglich. Nur eine gründliche internistische, neurologische und psychiatrische Durchuntersuchung und eine vertiefte Anamnese, in der die Heredität, die Entstehung der pathologischen Symptome und der Verlauf zueinander in Beziehung gesetzt werden, erlauben per exklusionem eine nosologische Wahrscheinlichkeitsdiagnose. Diese muß zudem mit Hilfe akzessorischer Symptome von relativer Spezifität, d. h. mit Symptomen, die bei den jeweils auf bestimmte Ursachen zurückgehenden Depressionen erfahrungsgemäß gehäuft vorkommen, erhärtet werden.

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Copyright information

© J. F. Lehmanns Verlag München 1971

Authors and Affiliations

  • Paul Kielholz
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen Universitätsklinik BaselSchweiz

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