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Depressives Syndrom

  • Paul Kielholz
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Zusammenfassung

Unter dem Begriff „Depression“ verstehen wir ein Syndrom, das ans einer Trias besteht, die sich aus trauriger oder ängstlicher Grundstimmung, Hemmung des Denkens und Störungen der zentrifugalen psychischen und psychomotorischen Funktionen zusammensetzt. Das depressive Syndrom stellt eine Grundform der menschlichen Reaktionsweisen dar, die durch organische, toxische, endogene und psychogene Noxen hervorgerufen werden kann. Das Syndrom an sich erlaubt keine diagnostischen Rückschlüsse auf seine Genese. Es ist bei den endogenen Depressionen in der Regel am klarsten ausgeprägt. Oft ist das depressive Geschehen durch vielfältige vegetative Störungen und funktionelle Organbeschwerden wie neuralgiforme Schmerzen, Kopfdruck, Herzbeklemmung, Magen-Darm-Störungen, Kreuzbeschwerden überdeckt, so daß sich die zugrunde liegende Verstimmung nur im Hintergrund zeigt („Larvierte Depressionen“). Auch fühlen sich die Kranken häufig nicht traurig oder schwermütig, sondern sie empfinden die Depression als Angst, innere Spannung, innere Leere, Willenlosigkeit, Gleichgültigkeit oder als „Gefühl der Gefühllosigkeit“.

Copyright information

© J. F. Lehmanns Verlag München 1971

Authors and Affiliations

  • Paul Kielholz
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen Universitätsklinik BaselSchweiz

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