Kombination von Beatmungsinhalation und Regionalanaesthesie

  • H. C. Niesel
  • I. Wilsmann
Conference paper

Zusammenfassung

Abgesehen von Folgen operativer Komplikationen beherrschen bei in der Regel ausgleichbarem Wasser- und Elektrolythaushalt Störungen des cardiopulmonalen Systems die postoperativen Zwischenfälle. Dabei stellt die Allgemeinnarkose, so schonend sie auch ausgeführt wird, einen wesentlichen Eingriff in cerebrale und pulmonale Funktionen dar. Dies betrifft einerseits in erster Linie das Bewußtsein, gilt andererseits beispielsweise für die Funktion des Flimmerepithels. Postoperative Beatmungsinhalation kann, wie mehrfach dargestellt, den möglichen Folgen begegnen. Jedoch beeinträchtigen Schmerz und Bewußtseinseintrübung wesentlich die Kooperation mit dem Patienten als Voraussetzung einer Inhalationstherapie. Leitungsanaesthesien greifen, wie MOIR für die Extraduralanaesthesie zeigen konnte, nicht wesentlich in die pulmonale Funktion ein. Dies gilt auch für die Spinalanaesthesie, wenn sie nicht als hohe Spinalanaesthesie angewandt wird. Dabei stellt die nicht sichere Steuerbarkeit einer Spinalanaesthesie ein Problem dar, mit Einschränkung gilt dies auch für die einzeitige Extra- oder Periduralanaesthesie. Herabsetzung des Gefäßwiderstandes, eventueller direkter Angriff des resorbierten Lokalanaesthetikums am Myocard können das Herzminutenvolumen herabsetzen. So stehen einer positiven Wirkung auf der pulmonalen Seite mögliche negative Komponenten auf der cardiovasculären gegenüber. Wir haben daher versucht, bei Patienten, bei denen aus Gründen einer pulmonalen Funktionsstörung eine Inhalationsbehandlung notwendig wurde, eine Leitungsanaesthesie anzuwenden, die bei guter Steuerbarkeit das cardiovasculäre System nicht wesentlich beeinflußt. Dabei fanden die kontinuierliche Periduralanaesthesie, die unilaterale Spinalanaesthesie und die Intercostalblockade Verwendung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • H. C. Niesel
  • I. Wilsmann

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