Zur Verteilungsrechnung

  • Walther G. Hoffmann
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Ausgangspunkt für die Schätzung des Arbeitseinkommens ist das Lohneinkommen der unselbständig Beschäftigten. Das in der Statistik der Einkommensteuer ausgewiesene Einkommen eignet sich hierzu nicht, da es regelmäßig auch Kapitaleinkommen enthält. Die Verwendung der Lohnstatistiken ist auch nicht ganz unproblematisch. Sie sind vor allem in den ersten Jahrzehnten sehr unvollständig. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, daß der Anteil der unselbständig Beschäftigten, das heißt der Lohnempfänger, in einigen Wirtschaftszweigen und -bereichen relativ gering ist. In diesen Fällen kann es zweifelhaft sein, ob die gezahlten Löhne repräsentativ für Höhe und Entwicklung der tatsächlichen Arbeitseinkommen sind. Ferner ist von Bedeutung, daß in manchen Wirtschaftsbereichen und -zweigen, wie in der Landwirtschaft, im Kohlenbergbau und bei den häuslichen Diensten, ein Teil des Lohnes aus Naturalien besteht. Ihr Geldwert kann meist nur grob geschätzt werden. Schließlich ist noch zu erwähnen, daß sich die Lohnausgaben oft nur auf eine bestimmte Gruppe von Beschäftigten beziehen, etwa auf die Arbeiter. Von diesen Arbeiterlöhnen muß dann auf die Arbeitseinkommen der Angestellten und der Selbständigen geschlossen werden. Zuverlässige Unterlagen hierzu liegen nicht vor. Aus allen diesen Gründen sind Ungenauigkeiten unvermeidlich.

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Literatur

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    An der Zuverlässigkeit der absoluten Zahlen und der Indices der Nominallöhne für die einzelnen Wirtschaftszweige ist nicht zu zweifeln (vgl. hierzu auch [3]). Das gleiche kann aber nicht in vollem Umfang für die anderen statistischen Angaben, wie etwa die Kosten für die Lebenshaltung, gesagt werden.Google Scholar
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  16. 1.
    Die Angaben beziehen sich auf das Reichsgebiet während der Zwischenkriegszeit. Allerdings ist eine Umrechnung auf das Gebiet von 1913 möglich.Google Scholar
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    Siehe S. 203f.Google Scholar
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    Vgl. hierzu Karl Helfferich, Deutschlands Volkswohlstand 1888–1913, Berlin 1913, S. 105ff.Google Scholar
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    Vgl. hierzu Karl Helfferich, Das Deutsche Volkseinkommen vor und nach dem Kriege, Einzelschriften zur Statistik des Deutschen Reichs, Nr. 24, herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Berlin 1932, S. 24 f.Google Scholar
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    Vgl. hierzu Fritz Schmidt, Die Industriekonjunktur — ein Rechenfehler, Berlin, Wien, 1927 „Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Sonderheft 2Google Scholar
  27. 1.
    Vgl. hierzu Fritz Schmidt, Betriebswirtschaftliche Konjunkturlehre, 4. erweiterte Auflage, Berlin, 1933 aus: Die Handelshochschule, Ergänzungsband.Google Scholar
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    Siehe S. 497 ff.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

  • Walther G. Hoffmann
    • 1
  1. 1.Westfälischen Wilhelms-Universität MünsterDeutschland

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