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Schluß

  • Hemmo Müller-Suur

Zusammenfassung

Es hat uns damit zum Schluß das Psychogenieproblem vom qualitativ Abnormen wieder zurückgeführt zum quantitativ Abnormen, zum Abnormen im eigentlichen Sinne, und wir können nun abschließend sagen:

Krankheit ist wohl immer körperlich; Kranksein jedoch, so haben wir hinzuzufügen, ist immer seelisch. Mit anderen Worten: Krankheit ist, psychisch qualitativ abnorm, in der Dimension des Leiblich-Körperlichen; Kranksein ist, psychisch quantitativ abnorm, in der Dimension des Seelischen. Kranksein ist jene Form des psychisch Abnormen, die man als seelische Resonanz der Krankheit, als Resonanz eines qualitativ Abnormen aus der Dimension des Körperlichen im Seelischen zu begreifen hat, aber die auch zugleich die Unmöglichkeit bedeutet, Normforderungen zu erfüllen, sei es nun mit dem Bewußtsein der Unzulänglichkeit und dem Leiden am Unvermögen oder ohne dasselbe, und von der aus es hier einen Übergang zu anderen, nicht eigentlich krankhaften Formen der Versagenssituation gibt.

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Literatur

  1. 1.
    Dadurch, daß in den Kontroversen der „psychotherapeutischen Schule“ gegen die sogenannte „Schulmedizin“, aber auch umgekehrt in mancher Ablehnung von „Psychotherapie“ durch die „Schulmedizin“ häufig Krankheit und Kranksein nicht begrifflich unterschieden werden, sind m. E. viele unerfreuliche Mißverständnisse und unfruchtbare Diskussionen zu erklären.Google Scholar
  2. 1.
    Im Grunde sind es sogar drei Normen; denn die geistige Alternative von richtig (normal) und falsch (abnorm) muß man ja auch als Norm auffassen. Ihre Bedeutung für das psychisch Abnorme ergibt sich aus §§ 20 bis 29 nnd insbesondere § 30.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. 1950

Authors and Affiliations

  • Hemmo Müller-Suur

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