Standardisierung und Ergebnisse

  • Hans L. Lauber

Zusammenfassung

Nach Aufteilung unseres Materials in zwei große Gruppen, von denen wir die Normalgruppe unserer Standardisierung zugrunde legen, errechneten wir, jeweils getrennt nach Geschlechtern und Altersgruppen, die Mittelwerte (MW) und Standardabweichungen (σ) für jedes uns interessierende Maß. Die Tabelle 6 gibt uns diese Werte für die Normalgruppe, getrennt nach Geschlechtern und Altersgruppen an, ergänzt durch die Zahl der jeweils untersuchten Fälle (N). Lediglich in den Altersgruppen zwischen 55 und 74 Jahren haben wir alle Fälle zusammengefaßt, ohne sie in den sonst üblichen 10-Jahres-Abschnitten zu untersuchen, weil hier die relativ kleine Zahl von Fällen zu unverhältnismäßig großen Streuungen hätte führen können. Die uns interessierenden Maße waren folgende:
  1. 1)

    Innenmaßder größten Schädelbreite (Sch),

     
  2. 2)

    größte Ausdehnung beider Scitenventrikel (SV),

     
  3. 3)

    größte Breite des linken Seitenventrikels (SV-li),

     
  4. 4)

    größte Breite des rechten Seitenventrikels (SV-re),

     
  5. 5)

    Diagonal- oder Winkelmaßdes linken Seitenventrikels (DSV-li); Dieses Maßerschien uns noch als beste meßbare Einheit für die Ausdehnung der sogenannten Ventrikeltaille. Es wird erstellt aus der Strecke von der inneren oberen Kante des jeweiligen Seitenventrikels über eine von der Mittellinie um 45 Grad verschobene Gerade, die gemessen wird bis zur Begrenzung der Ventrikeltaille.

     
  6. 6)

    Diagonal- oder Winkelmaßdes rechten Seitenventrikels (DSV-re),

     
  7. 7)

    Breite des 3. Ventrikels (IIIV).

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturhinweise

  1. *).
    Den Bereich jenseits der —2 σ-Grenze, also die Fälle mit extrem kleinem Ventrikelsystem, haben wir bewußt bei unseren Untersuchungen vorerst unberücksichtigt lassen müssen, weil wir einmal glaubten, daß die Grenze zum Pathologischen hin in diesem Bereich noch nicht ausreichend genug von der klinischen Seite her erhellt ist, zum zweiten die Abgrenzung von Hirnschwellungszuständen und echter Mikroventrikulie noch recht schwierig und vor allem auch in den fortgeschrittenen Altersstufen nicht mehr unterscheidbar ist, ob ein kleiner Ventrikel — wenn auch noch in der altersentsprechenden Streubreite — gewissermaßen physiologisch klein ist oder bereits die Erweiterung eines früher mikrocephalen Ventrikels darstellt. Spätere Untersuchungen dieser Frage erscheinen jedoch zur Klärung dieses Komplexes unter mathematischstatistischen und klinischen Gesichtspunkten lohnend.Google Scholar
  2. *).
    wobei der Fehler durch etwaige Einmischung von Linkshändern nicht berücksichtigt werden konnte.Google Scholar

Copyright information

© Johann Ambrosius Barth München 1965

Authors and Affiliations

  • Hans L. Lauber
    • 1
    • 2
  1. 1.Medizinischen Akademie DüsseldorfDeutschland
  2. 2.Rheinischen Landeskrankenhauses LangenfeldDeutschland

Personalised recommendations