Einleitung

  • W. Seith
  • K. Ruthardt
  • Walter Rollwagen
Part of the Anleitungen für die chemische Laboratoriumspraxis book series (LABORATORIUM, volume 1)

Zusammenfassung

Die Chemie bedient sich zur Bearbeitung ihrer Probleme immer mehr physikalischer Methoden. Die chemische Emissionsspektralanalyse stellt eine solche Arbeitsweise dar; sie ist für die Methoden der analytischen Chemie teils ein einfacher Ersatz, teils eine willkommene Ergänzung und ermöglicht den Nachweis fast aller Elemente. Ihre besonderen Vorteile sind die Raschheit und Empfindlichkeit des Nachweises, eine hohe Eindeutigkeit und ein geringer Materialverbrauch. Von Bedeutung ist ferner, daß das Analysenergebnis auf der photographischen Platte dokumentarisch festgelegt werden kann. Der Analysengang ist in allen Fällen prinzipiell derselbe. Von der Probe des Analysenmaterials wird ein minimaler Teil verdampft und zum Leuchten angeregt, das ausgesandte Licht spektral zerlegt und entweder okular beobachtet oder aber in den meisten Fällen photographisch oder photoelektrisch erfaßt. Aus der Lage der Spektrallinien zueinander erkennt man qualitativ die Zusammensetzung der Probe. Die Intensität der Linien dient als Grundlage der quantitativen Analyse. Besonders geeignet ist die Spektralanalyse als Schnellmethode, deren Vorteile mit der Zahl der auszuführenden Analysen wachsen. Da Aufnahme, Verarbeitung und Auswertung der photographischen Platte wenig Zeit in Anspruch nehmen und da fast immer ein Arbeitsgang genügt, um alle vorkommenden Stoffe nachzuweisen, fällt eine umständliche Trennung weg. Sie wird gewissermaßen vom Spektralapparat durch die Zerlegung des Lichtes in seine Komponenten durchgeführt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • W. Seith
  • K. Ruthardt
  • Walter Rollwagen
    • 1
  1. 1.ExperimentalphysikUniversität MünchenDeutschland

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