Mechanische Kurzspinnverfahren

  • W. Wegener

Zusammenfassung

Elementarfäden werden in endloser Form hergestellt. Um daraus Garne mit Stapelfasern spinnen zu können, müssen die Elementarfäden in entsprechende Stapellängen geschnitten werden. Die Verarbeitung des geschnittenen Faser-materials kann einerseits nach den bekannten klassischen Spinnverfahren erfolgen. Je nach Feinheit und Länge der Fasern läßt sich das Baumwoll-, Kammgarn- oder Streichgarnverfahren anwenden. Diese Spinnverfahren sind für die natürlichen Fasern, die bereits als Stapelfasern vorliegen, entwickelt worden. Sie sind dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Fasermaterial in einem der ersten Arbeitsgänge, der auf Krempeln erfolgt, ein Faserband hergestellt wird und daß zur Ausspinnung hochwertiger Garne die kurzen Fasern auf Kämmaschinen ausgekämmt werden. Bei Chemiefasern kann andererseits die bereits vorhandene Parallellage der Fasern ausgenutzt werden und nach einem Schneiden oder Zerreißen durch die Verwendung besonderer Maschinen erhalten bleiben. Darüber hinaus kann das Kämmen, das zur Erzielung hochwertiger Garne notwendig ist, entfallen, wenn durch die Verwendung geeigneter Maschinen keine kurzen Fasern entstehen. Derartige Arbeitsmethoden, die auf die Chemiefasern zugeschnitten sind, werden als Kurzspinnverfahren bezeichnet. Die Chemiefaserhersteller bezeichnen die Vorlage als Kabel; unter Spinnband wird im allgemeinen das fertige. verspinnbare Converterband verstanden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • W. Wegener

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