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Statistische Durchleuchtung des Bevölkerungsvorgangs

  • Gerhard Mackenroth
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Die Bevölkerungslehre zielt nicht auf eine Beschreibung der Bevölkerung nach allen erfaßbaren Merkmalen, sondern hat es mit dem Bevölkerungsvorgang2 zu tun, mit den sozialen Massentatsachen des Geborenwerdens, Heiratens und Sterbens, sie fragt, ob es Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten in diesen Vorgängen gibt, welcher Art sie sind und wie sie sich auf die Bevölkerung quantitativ und qualitativ auswirken, wie der Bevölkerungsvorgang zusammenhängt mit den anderen Teilen des wirtschaftlichen und sozialen Gesamtprozesses und wie er gegebenenfalls beeinflußt werden kann.

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Literatur

  1. 2.
    Im Sprachgebrauch des Alltags von heute bezeichnet „Bevölkerung“ die in den Grenzen eines Gebietes lebenden Menschen, also einen Zustand,ein Augenblicksbild eines sich laufend verändernden Sozialkörpers. Noch im 18. Jahrhundert bezeichnete „Bevölkerung” einen Vorgang,nämlich die planmäßige Anreicherung eines Herrschaftsgebiets mit Menschen. Das Wort entstand aus einer Verdeutschung des Wortes „Peuplierung“. Durch einen Bedeutungswandel ist daraus die Bezeichnung eines Zustandes geworden, nämlich des Sozialkörpers selbst, der durch jenen Vorgang entsteht (vgl. hierzu G. IBSEN, Art. Bevölkerungslehre. Im Handwörterbuch des Grenz-und Auslandsdeutschtums, Bd. I, S. 425 ff. 1933).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • Gerhard Mackenroth
    • 1
  1. 1.Christian Albrechts-Universität KielDeutschland

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