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Zusammenfassung

In die Untersuchung wurden alle Kranken einbezogen, die nach dem 1. 6. 1963 in die Klinik aufgenommen wurden und folgende Kriterien erfüllten: 1. Paranoide oder paranoid-halluzinatorische Symptomatik mußte bei der Aufnahme nachweisbar sein, um von einem einheitlich definierbaren psychopathologischen Syndrom ausgehen zu können. 2. Es wurden nur weibliche Patienten berücksichtigt, um den Geschlechtseinfluß auszuschließen. 3. Die medikamentöse Belastung mußte einheitlich gestaltet werden, weshalb nur paranoid-halluzinatorische Frauen in Betracht kamen, die mit nur einem Psychopharmakon für mindestens sechs Wochen behandelt werden konnten und bei denen eine längerdauernde zusätzliche psychotrope Medikation (andere Psychopharmaka, Hypnotica, Anti-Parkinson-Mittel) zu vermeiden war; als Psychopharmakon wurde das in unserer Klinik als Standard-Medikament verwandte, antipsychotisch gut wirkende Perazin [58]4 benutzt. 4. Der Untersuchungszeitraum sollte sich auf mindestens sechs Wochen erstrecken: er stellt einen Kompromiß dar, indem einerseits ein für Vergleiche genügend langes Verlaufsprofil gewonnen werden mußte, andererseits aber in dieser Zeit ein erheblicher Teil der psychotischen Syndrome abklang und deshalb die Patienten danach sehr auf Entlassung zu drängen begannen; nur zwei Kranke mit kürzerer klinischer Beobachtungszeit wurden nicht ausgeschlossen, da sie ambulant weiter verfolgt werden konnten; die kürzeste, wöchentlich kontrollierte Verlaufsdauer betrug vier Wochen, die längste 20 Wochen. 5. Die Patienten durften allenfalls unwesentlich vorbehandelt sein und sollten ein möglichst unauffälliges EEG vor Behandlungsbeginn („Leer-EEG“) aufweisen, um die pharmakogenen Modifikationen besser beurteilen zu können (s. S. 43).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Hanfried Helmchen
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen und Neurologischen KlinikFreien Universität BerlinDeutschland

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