Der Atomismus der Elektrizität

  • Eduard Rüchardt
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 71)

Zusammenfassung

Die elektrische Ladung stellt einen physikalischen Begriff dar, dessen Erforschung lange Zeit in Anspruch genommen hat. Daß es kleinste Mengen der elektrischen Ladung, Atome der Elektrizität geben muß, hat erst H. von Helmholtz aus den Faradayschen Gesetzen der Elektrolyse erschlossen. Bei diesem Vorgang der Leitung des elektrischen Stromes, z. B. durch die Lösung eines Metall-Salzes, tritt an der negativen Elektrode eine Abscheidung des Metalls des Salzes ein. In der Lösung befinden sich die Metallatome mit einer positiven und die Säurereste mit einer negativen Ladung versehen als sog. „Ionen“. Sie wandern unter der Wirkung des elektrischen Feldes in entgegengesetzten Richtungen bis zu den Elektroden, wo sie ihre Ladung abgeben. Die Wanderung der geladenen Ionen bedingt den Strom und den Materietransport. Die von M. Faraday (1791 –1867) experimentell gefundenen Gesetze dieses Vorganges lassen sich am einfachsten folgendermaßen aussprechen: Zur Abscheidung eines Grammatoms eines einwertigen1 Metalls muß immer die gleiche Elektrizitätsmenge von rund 2,9 · 1014 elektrostatischen Einheiten2 oder 96500 Coulomb durch die Elektrolyten fließen.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Eduard Rüchardt
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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