Advertisement

Rechts-Linksstörung, konstruktive Apraxie und reine Agraphie

  • Jürg Zutt
Chapter

Zusammenfassung

Die Darstellung des Falles, von dem die nachfolgende Arbeit handeln soll, rechtfertigt sich durch die Eigenart seiner Symptomatologie. Ungewöhnliche Störungen der Orientierung und der Handlung traten von Beginn der Beobachtung an deutlich hervor, während andere Leistungsgebiete, insbesondere die Sprache, sich dauernd als ungestört erwiesen. Das Zustandsbild war aber keineswegs leicht übersehbar. Die Symptome verwoben sich oft zu einem schwer entwirrbaren Gesamtbild, das besonders in den ersten Tagen durch eine eigenartige Störung der Aufmerksamkeit und Spontaneität kompliziert war; es änderte sich zudem im Verlauf der Beobachtung, zeigte Schwankungen, so daß die systematische Untersuchung des Falles auf erhebliche Schwierigkeiten stieß, die sich auch in einer Erschwerung der Darstellung geltend machen. Wenn es aber auch nicht gelingt, der Eigenart und Kompliziertheit des Falles durch die Darstellung in jeder Richtung gerecht zu werden, so soll doch eine anschauliche Schilderung des ganzen Zustandsbildes wenigstens angestrebt sein. Wenn schließlich besonders charakteristische Leistungsstörungen innerhalb der Symptomatologie und ihre gegenseitige Verknüpfung berechtigterweise in besonderem Maße das Interesse auf sich ziehen, so scheint es gerade angezeigt, in der ursprünglichen Schilderung eine Beschränkung auf bestimmte Symptomgruppen zu vermeiden. Es sollen etwa die ersten sechs Wochen der Beobachtung ausführlich unter teilweiser Wiedergabe der Protokolle geschildert, aus den späteren Aufzeichnungen aber nur das herangezogen werden, was für das Verständnis der Symptomatologie, wie sie in den ersten Wochen hervortrat, von Bedeutung ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Best, Arch. f. Ophthalm. Bd. 93, 1917.Google Scholar
  2. Bonhoeffer, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 54, 1923.Google Scholar
  3. Gerstmann, Ztschr. f. d. ges. Neur. u. Ps. Bd. 108, 1927.Google Scholar
  4. Goldstein, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 54, 1923.Google Scholar
  5. Grünbaum, Ztschr. f. d. ges. Neur. u. Ps. Bd. 130, 1930.Google Scholar
  6. Kramer, Reine Agraphie. Ref. im Neur. Ztrlbl. 1917.Google Scholar
  7. Lange, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 76, 1930.Google Scholar
  8. Liepmann, Über Störungen des Handelns bei Gehirnkranken. Berlin 1905, S. Karger.Google Scholar
  9. Liepmann und Pappenheim, Ztschr. f. d. ges. Neur. u. Ps. Bd. 27, 1915.Google Scholar
  10. Pötzl und Herrmann, Über die Agraphie und ihre lokaldiagnostischen Beziehungen. Berlin 1926, S. Karger.Google Scholar
  11. Schilder, Das Körperschema. Berlin 1923, J. Springer.Google Scholar
  12. Schlesinger, Ztschr. f. d. ges. Neur. u. Ps. Bd. 117, 1928.Google Scholar
  13. Seelert, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 48, 1920.Google Scholar
  14. Storch, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 13, 1903.Google Scholar
  15. Strauss, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 56, 1924.Google Scholar
  16. Wernicke, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 13, 1903.Google Scholar
  17. Zutt, Mtsschr. f. Ps. u. Neur. Bd. 73, 1929.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Jürg Zutt
    • 1
  1. 1.Johann-Wolfgang Goethe UniversitätFrankfurt A. M.Deutschland

Personalised recommendations