Advertisement

Vom ästhetischen im Unterschied zum affektiven Erlebnisbereich

  • Jürg Zutt

Zusammenfassung

Die seit Jahrzehnten eingebürgerten psychologischen und psychopatho-logischen Begriffe, mit denen wir die Phänomene des krankhaft veränderten Seelenlebens beschreiben, und die darauf gegründete psychiatrische Systematik erwecken leicht den Eindruck einer klassischen Abgeschlossenheit, um nicht zu sagen Vollendung. So wird es leicht als Wagnis empfunden, die bisherigen Begriffe und die darauf gegründete Systematik in Frage stellend, zu neuen Betrachtungsweisen und auch bisher unbeachteten Phänomenen vorzudringen. In dieser Situation fortschreitender Wandlung, in der wir uns, wie ich glaube, befinden, kann ein Grundsatz wertvoll sein und Halt geben. Man kann diesen Grundsatz so formulieren: Eine ideale Seelenkunde muß Wesen und Struktur des Seelischen und sein Korrespondieren mit Körperlichem so durchschauen lassen, daß die uns bekannten psychopathologischen Symptome als Modifikationen des Normalen ohne weiteres sich erweisen, ja daß die möglichen krankhaften Modifikationen geradezu aus solchem Wissen abzuleiten sind. Von diesem Ziele sind wir aber weit entfernt. Der nachfolgende Versuch strebt ihm zu.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literature

  1. 2.
    Zutt-Der ästhetische Erlebnisbereich, Nervenarzt, 23, 163 (1952) und diese Sammlung S. 298. Siehe dazu auch: Zutt: Innere Haltung, Mschr. f. Psychiatr. u. Neur., Bd. 73, S. 99–100 und diese Sammlung S. 1.Google Scholar
  2. 7.
    Zutt: Über Daseinsordnungen, Nervenarzt, 24, 177 (1953) und diese Sammlung S. 310.PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Jürg Zutt
    • 1
  1. 1.Johann-Wolfgang Goethe UniversitätFrankfurt A. M.Deutschland

Personalised recommendations