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Arbeitsrecht pp 255-258 | Cite as

Allgemeines

  • Hermann Dersch
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Das ArbR wurde im § 1 hier charakterisiert als die Gesamtheit derjenigen Rechtsnormen, die das abhängige ArbVerh und das ihm teilweise gleichgestellte arbeitnehmerähnliche ArbVerh regeln mit der Zielrichtung des Schutzes der abhängigen ArbN und arbeitnehmerähnlichen Personen. Hervorstechendes Merkmal des gesamten ArbR ist also dieser Leitgedanke, den ich in verschiedenen Arbeiten als sozialrechtliches Schutzprinzip bezeichnet habe (vgl. z. B. Dersch, RdA 1949, 325–327; derselbe bei Boas „Gegenwartsfragen“ S. 34; derselbe in Festschr. für Herschel S. 74; derselbe im UrlKomm Anm 49a Schlußabs. u. Anm 51 und verschiedentlich in Anm z. AP, sowie in diesem Buch § 1 I 2 s. dort1). Besonders lebhafte Wirkungen entfaltet das sozialrechtliche Schutzprinzip auf dem Gebiete des ArbSchutzes. Dies erklärt sich soziologisch daraus, daß mit dem Abschluß abhängiger ArbVerh nicht nur privatrechtliche Rechtsbeziehungen zwischen beiden Partnern des ArbVerh entstehen, sondern gleichzeitig für den Staat die öffentl-rechtl. Pflicht erwächst, den ArbN unter seinen Schutz zu nehmen. Denn eine wesentliche Aufgabe des Staates ist der Schutz der Arbeitskraft im ArbVerh. Dazu würde nicht ausreichen, wenn der Staat sich darauf beschränkte, Rechtsnormen für das privatrechtl. Rechtsverhältnis zwischen ArbGeb und ArbN zu erlassen und es den Parteien des ArbVerh überließe, ihre Rechte im Innenverhältnis gegeneinander auszutragen.

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© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1957

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  • Hermann Dersch

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