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Betriebsanalysen pp 1305-1317 | Cite as

Potentiometrie

  • Chemikerausschuß der Gesellschaft Deutscher Metallhütten- und Bergleute e.V.

Zusammenfassung

Von der großen Anzahl der physikalischen und chemisch-physikalischen Arbeitsmethoden des analytischen Chemikers hat seit etwa 20 Jahren die „Potentiometrie“ besonders große Bedeutung erlangt. Im physikalischen Sinne versteht man unter Potentiometrie jede Potential- oder Spannungsmessung, eine Bezeichnung, die im allgemeinen aber nur auf Messungen im Gebiete von Niederspannungen (Bruchteile eines Millivolts bis etwa zu der Größenordnung der Ionisationsspannungen, also bis etwa 20 V) Anwendung findet. Es gehören hierher die pH-Messungen, die Bestimmungen der galvanischen Potentiale, von Einzelpotentialen in wäßrige Lösungen tauchender Metallelektroden, der Potentialverteilung in Gasentladungen, kurz, aller der Potentiale oder Potentialdifferenzen, deren Messung nur dann exakt durchgeführt werden kann, wenn das Potential durch die Messung selbst nicht verändert wird, d. h. wenn die Messung stromlos erfolgt. Der Physikochemiker bedient sich in erster Linie der Potentiometrie, um in wäßrigen Lösungen Konzentrationsänderungen bei Titriervorgängen, Gleichgewichtsverschiebungen bei chemischen Reaktionen, Löslichkeiten und Einzelpotentiale von Metallionen zu verfolgen. Der Analytiker versteht unter Potentiometrie vor allem die Titration einer Lösung unbekannter Ionenkonzentration mit einer Titerlösung einer bestimmten anderen Ionenart bekannter Konzentration, wobei das mittels geeigneter Instrumente gemessene Potential die Rolle eines Indicators übernimmt Es liegt nahe, daß eine solche Methode, mit der man überaus schnell, sauber und objektiv arbeiten kann, bald große Verbreitung gefunden hat. Im folgenden wird nun ein kurzer Überblick über die physikalisch-chemischen Grundlagen, die apparativen Voraussetzungen und die Anwendungsmöglichkeiten dieser elektrochemischen Methode gegeben. Für ein genaues Studium wird auf die am Schluß angegebene Spezialliteratur verwiesen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Chemikerausschuß der Gesellschaft Deutscher Metallhütten- und Bergleute e.V.

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