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Chirurgische Geschwulstlehre

  • Ernst Kern

Zusammenfassung

Geschwulst, Tumor, Neoplasma sind Synonyma für lokale Anschwellungen, denen die übrigen Zeichen der Entzündung fehlen, die mit Zellvermehrung einhergehen und die nicht als Reaktion auf anderweitige Veränderungen des Organismus (z.B. die kompensatorische Hypertrophie der einen Niere bei Verlust der anderen), sondern autonom wachsen. Während die gutartige Geschwulst langsam und nur verdrängend wächst, gehört zum Wesen der bösartigen Geschwülste das infiltrierende Eindringen in die Nachbargewebe sowie die Bildung von Metastasen. Dabei ist mit „gutartig“ und „bösartig“ das pathohistologische, nicht unbedingt aber das klinische Verhalten charakterisiert: Bei Verdrängung lebenswichtiger Gebiete (z.B. des Hirns durch Meningeome oder Kleinhirnbrückenwinkeltumoren; der Trachea durch eine Struma), bei unphysiologischer Hormonausschüttung (Adenome der Nebenschilddrüse, der Inselzellen des Pankreas, des Nebennierenmarks) oder durch sonstige Komplikationen (z.B. benigne Dünndarmtumoren, die eine Blutung, aber auch einen Obstruktionsileus verursachen können) vermögen auch histologisch eindeutig „gutartige“ Tumoren den raschen Tod des Individuums herbeizuführen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Ernst Kern
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses LörrachChirurgischen UniversitätsklinikFreiburg i. Br.Deutschland

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