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Chirurgische Parasitologie

  • Ernst Kern

Zusammenfassung

Als „Echinococcus“ werden zwei verschiedene Dinge bezeichnet, wodurch das Verständnis erschwert ist: Einmal der geschlechtsreife Wurm (E. granulosus bzw. multilocularis), zum anderen das Finnen- oder Larvenstadium (E. cysticus bzw. alveolaris). Im Gegensatz zu den meisten anderen Bandwürmern, bei denen der Mensch Träger des Bandwurms („Hauptwirt“) und Tiere Träger der Finnen („Zwischenwirt“) sind, leben die Hundebandwürmer (Echinococcus granulosus und multilocularis) im Darm von Hunden, Katzen und wildlebenden Tieren. Zwischenwirte für das Finnenstadium sind Rinder, Schweine, Pferde und der Mensch. Aus den per os in den Darm gelangenden Eiern schlüpfen die Embryonen aus, bohren sich durch die Darmwand und gelangen auf dem Blutwege zuerst in den Pfortaderkreislauf, dann in den großen Kreislauf. Die bevorzugten Organe des Befalls sind daher Leber und Lunge, doch können auch fast alle anderen Organe befallen werden. Im weiteren Verlauf entwickeln sich die Finnen, blasenförmige Gebilde, wobei das Larvenstadium von Echinococcus granulosus eine unilokuläre Cyste mit vielen Tochterblasen als Inhalt darstellt, die als Echinococcus cysticus bezeichnet wird. Das Larvenstadium des Echinococcus multilocularis wird Echinococcus alveolaris genannt, hier bestehen multilokuläre Cysten, wobei die Tochterblasen sich nach außen statt nach innen entwickeln und eine disseminierte Aussaat von zahlreichen Echinokokkencysten entsteht. Während der Echinococcus granulosus bzw.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Ernst Kern
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses LörrachChirurgischen UniversitätsklinikFreiburg i. Br.Deutschland

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