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Aldosteron pp 70-72 | Cite as

Die Aldosteronausscheidung nach Porto-Cavaler-Shunt-Operation

  • G. Stark
  • E. Wildhirt
Part of the Neuntes Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie book series (ENDOKRINOLOGIE, volume 9)

Zusammenfassung

Zur Vermeidung des Verblutungstodes aus Oesophagus-Varicen wegen portaler Hypertonie wird bei der Lebercirrhose heute in einem Teil der Fälle operativ eine Anastomose zwischen der Vena portae und der Vena cava caudalis angelegt mit Hilfe der sog. Porto-Cavalen-Shunt-Operation. Von den bisher operierten Patien­ten zeigte ein verschieden großer Prozentsatz stuporöse Zustände, die von der leichten Verwirrung bis zum Koma reichten. Diese cerebralen Komplikationen werden auf stickstoffhaltige Abbauprodukte, vorwiegend Ammoniak, die auf Grund der Ausschaltung der Leber urentgiftet zum Gehirn gelangen, zurückge­führt. Bemerkenswerterweise zeigten diese Patienten neben den cerebralen Er­scheinungen auch Veränderungen des Wasserstoffwechsels in Form von Ödemen, die durch die üblichen Diuretica nicht zu beeinflussen waren. Versuche mit dem Aldosteronblocker „Aldactone“ dagegen führten schlagartig zu einer erheblichen Besserung des Allgemeinbefundes, wobei der Rückgang der cerebralen Erscheinun­gen besonders auffällig war. Herr Wildhirt hat über seine Erfahrungen mit Aldac­tone bei solchen Stupor-Zuständen ausführlich in Hamburg auf dem letzten Inter­nisten-Kongreß referiert. Der günstige therapeutische Effekt mit dem Aldosteron­Blocker Aldactone legte die Vermutung nahe, daß sich möglicherweise nach der Porto-Cavalen-Shunt-Operation ein sekundärer Aldosteronismus, der vorher kli­nisch nicht evident war, ausgebildet hätte. Der in einem Teil der Fälle erniedrigte Natrium-Kalium-Quotient unter 1,0 sprach für diese Annahme. Zur Klärung dieser Frage haben wir deshalb bei 10 solchen Porto-Cavalen-Shunt operierten Patienten nach vorheriger Auslassung aller Medikamente über mehrere Tage die Aldosteronausscheidung im Urin bestimmt. Wir verwandten hierbei die von Neher und Wettstein angegebene Methode. Zur Untersuchung kam der 24 Std-Urin, der sofort eingefroren und zur weiteren Aufarbeitung im eingefrorenen Zustand nach Mainz transportiert wurde.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • G. Stark
    • 1
    • 2
  • E. Wildhirt
    • 1
    • 2
  1. 1.FrauenklinikUniversitätskliniken MainzDeutschland
  2. 2.Medizinischen Abt.Stadtkrankenhauses KasselDeutschland

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