94. Kongreß pp 272-272 | Cite as

Ulkustherapie

  • L. Demling
  • W. Domschke
  • J. Rico-Irles
  • R. Arnold
  • W. Kurtz
  • G. Börsch
  • B. M. Peskar
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 94)

Zusammenfassung

Peptische Geschwüre des oberen Verdauungskanals betreffen immer noch etwa 10% unserer Bevölkerung. Die notwendigen operativen Eingriffe sollen aber unter dem Einfluß der pharmakologisch-konservativen Therapie um etwa 50% abgenommen haben. Wie eh und je gilt der proteolytisch aktive salzsaure Magensaft als Hauptursache der Ulzera. Gegen ihn richten sich Antazida, H2-Blocker, ATPase-Hemmer und bis zu einem gewissen Grade auch die Prostaglandine, denen im übrigen ein zytoprotektiver Effekt zugeschrieben wird. In jüngster Zeit häufen sich die Hinweise darauf, daß aktive Gastritis mit leukozytärer Infiltration und Ulkusbildung infektionsbedingt sein könnten. Als Erreger wird der Campylobacter pylori angesehen. Seine Elimination mit wismuthaltigen Präparaten bewirkt Heilung anderweitig erfolglos behandelter Geschwüre. Die Reihenfolge der Therapie dürfte zur Zeit lauten: H2-Antagonisten, diese alleine oder im Wechsel mit Antazida zur Dauertherapie, bei Mißerfolg wismuthaltige Präparate. Als neues Therapieprinzip kommen die Prokinetika hinzu, welche die Komponente Stase und Gallereflux aus der Ulkusgenese eliminieren können.

Copyright information

© J. F. Bergmann Verlag, München 1988

Authors and Affiliations

  • L. Demling
    • 1
  • W. Domschke
    • 2
  • J. Rico-Irles
    • 3
  • R. Arnold
    • 4
  • W. Kurtz
    • 5
  • G. Börsch
    • 6
  • B. M. Peskar
    • 6
  1. 1.SchlüsselfeldDeutschland
  2. 2.ErlangenDeutschland
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  6. 6.BochumDeutschland

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