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Kongreß pp 179-179 | Cite as

Konventionelle Insulintherapie

  • H. Sauer
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 93)

Abstract

Als Kriterium für die konventionelle Insulintherapie (CT) gilt in erster Linie die Zahl der täglichen Injektionen. Es wird nicht häufiger als 2 x injiziert. Zusätzlich muß aber die Intensität der Stoffwechselführung berücksichtigt werden. Ein Regime mit Zweimalinjektion, konsequenter Selbstkontrolle und Dosisanpassung verdient daher sogar eher die Bezeichnung „intensiviert“ als eine Therapie, die sich auf dreimalige Insulinapplikation beschränkt, jedoch auf weitere Aktivitäten verzichtet.

Nach einem Überblick über die heutige im Vordergrund stehenden 3 Gruppen von Verzögerungsinsulinen, den NPH-Präparaten, den Insulin-Zink-Suspensionen sowie den Surfen-Insulinen wird auf die Beeinflussung der Wirkungsdauer durch die Dosis, durch die Insulinabsorption and durch „endogene“ Faktoren wie Eigeninsulinsekretion, Insulinempfindlichkeit and tageszeitliche Schwankungen des Insulinbedarfs eingegangen.

Handelsübliche Mischungen mit Normalinsulin werden überwiegend bci Typ-II-Patienten, sog. „freie“ Mischungen auch bei stabilen Typ-I-Diabetikern angewandt. Am häufigsten wird ein Normalinsulinanteil von etwa 20–30% benötigt, für die „freie“ Mischung sind bestimmte Regeln entsprechend den unterschiedlichen Verzögerungsprinzipien zu beachten.

Im Rahmen der CT wird besonders tür den Typ-II-Diabetes auf die Modalitäten für die Ersteinstellung auf Insulin and auch für die Neueinstellung auch outer Berücksichtigung der Situation der ambulanten Praxis eingegangen. Ziel ist für die gesamte Diabetestherapie eine möglichst weitgehende Annäherung an den normoglykämischen Bereich, ohne Gefährdung durch häufige bzw. schwere Hypoglykämien. Einstellungsschwierigkeiten ergeben sich — abgesehen von unzureichender Instruktion, mangelnder Kooperation and ungeeignetem Insulinregime — beim Typ I im Falle zunehmender Labilität and Hypoglykämiegefährdung als Folge eines Defektes der Gegenregulation, beim Typ-II-Diabetes mit mehr als 2/3 aller insulinbehandelter Patienten durch Übergewicht und altersbedingte Probleme hinsichtlich der praktischen Durchführung der Insulintherapie.

Copyright information

© J. F. Bergmann Verlag, München 1987

Authors and Affiliations

  • H. Sauer
    • 1
  1. 1.Bad OeynhausenDeutschland

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