84. Kongreß pp 1127-1129 | Cite as

Gastrointestinale Ausscheidung von Harnsäure: Bedeutung des Jejunum

  • H. Peerenboom
  • U. Vornholz
  • W. Jäckel
  • G. Strohmeyer
  • J. J. Deren
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 84)

Zusammenfassung

Ein Drittel der im menschlichen Organismus gebildeten Harnsäure (HS) wird durch den Gastrointestinaltrakt ausgeschieden. Dieser zweite Weg entlastet Nieren und Harnwege bei Gicht und anderen Krankheiten mit Überproduktion von HS und ist von besonderer Bedeutung bei Niereninsuffizienz, wo oft ein erheblich größerer Anteil der HS extrarenal eliminiert wird [1, 2]. Über die Rolle des Dünndarms bei der gastrointestinalen HS-Ausscheidung gibt es bisher wenige, sich z. T. widersprechende Aussagen. Durch zwei Arbeitsgruppen [3, 4] wurde bei Ratte und Hamster in vitro eine geringgradige Diffusion beobachtet, eine andere Gruppe fand Sekretion ins Lumen [5]. Beim Menschen beobachteten drei Autoren [1, 6, 7] die Ausscheidung kleiner Anteile einer per os gegebenen isotopenmarkierten HS-Dosis in den Urin; die Beimischung markierter Abbauprodukte war nicht ganz auszuschließen. Ob der menschliche Darm auch HS sezerniert und in welche Richtung die Nettobewegung geht, ist nicht bekannt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • H. Peerenboom
    • 1
  • U. Vornholz
    • 1
  • W. Jäckel
    • 1
  • G. Strohmeyer
    • 1
  • J. J. Deren
    • 1
  1. 1.Med. KlinikDer Univ. Düsseldorf und University of PennsylvaniaPhiladelphiaUSA

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