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Colestyramin unterbricht den enterohepatischen Kreislauf von Phenprocoumon: Eine neue therapeutische Möglichkeit zur Behandlung der Phenprocoumonüberdosierung

  • T. Meinertz
  • E. Jähnchen
  • H. J. Gilfrich
  • U. Groth
  • H. G. Jonen
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 83)

Zusammenfassung

Versuche an Ratten haben gezeigt, daß Phenprocoumon (Marcumar) in konjugierter Form über die Galle ausgeschieden wird [1]. Die Autoren dieser Arbeit äußerten die Vermutung, daß ein solcher Metabolit nach Hydrolyse in Darm einen enterohepatischen Kreislauf durchmachen könnte. Ob Phenprocoumon auch am Menschen über die Galle ausgeschieden wird, ist nicht bekannt. Ebensowenig weiß man, ob Phenprocoumon am Menschen einem enterohepatischen Kreislauf unterliegt. Diese Frage ist Thema der vorliegenden Untersuchung. Zur Unterbrechung des enterohepatischen Kreislaufes wurde der nicht resorbierbare Anionenaustauscher Cholestyramin verwandt, da diese Substanz ein großes Bindungsvermögen für Phenprocoumon besitzt [2].

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • T. Meinertz
    • 1
  • E. Jähnchen
    • 1
  • H. J. Gilfrich
    • 1
  • U. Groth
    • 1
  • H. G. Jonen
    • 1
  1. 1.II. Med. Klinik und Pharmakolog. Inst. der Univ.MainzDeutschland

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