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Der Linolsäurebedarf des Menschen bei oraler oder parenteraler Zufuhr

  • G. Wolfram
  • N. Zöllner
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 83)

Zusammenfassung

Die Linolsäure ist eine essentielle Fettsäure, die mit der Nahrung zugeführt werden muß. Der mittlere Linolsäurebedarf des Erwachsenen liegt bei oraler Zufuhr bei 7 g/Tag [1]. Diese Menge ist in der üblichen deutschen Ernährung überschritten, laut Ernährungsbericht 1976 liegt der Verbrauch im Durchschnitt bei 22 g Linolsaure/Tag. Sichere Symptome eines Linolsäuremangels werden deshalb in unserer Bevölkerung nicht beobachtet. In letzter Zeit häuften sich jedoch Berichte über Mangelsymptome bei Patienten, die energetisch ausreichend, jedoch ohne Linolsäurezusatz, parenteral ernährt wurden. Sie zeigten die klassischen biochemischen Zeichen eines Mangels an essentiellen Fettsäuren, nämlich einen Abfall des Linolsäurespiegels im Serum und den Erythrozyten und einen Anstieg der Eikosatriensäure [2]. Die in der Literatur beschriebenen klinischen Mangelsymptome beim Menschen bestehen in Hautveränderungen, Anämie, Änderung der Thrombozytenaggregation, Thrombozytopenie, Infektanfälligkeit sowie vermindertem Wachstum und Durchfällen bei Säuglingen (Zitate in [3]).

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • G. Wolfram
    • 1
  • N. Zöllner
    • 1
  1. 1.Med. Poliklinik der Univ.MünchenDeutschland

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