Die Bestimmung von HL-A 27 als differentialdiagnostische Maßnahme beim Morbus Bechterew

  • H. W. Intorp
  • W. Wirth
  • W. Koch
  • E. Hertel
  • Herr F. Schilling
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 82)

Zusammenfassung

Die Spondylarthritis ankylopoetica ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die sich vorwiegend an den Ileosakralgelenken, den Wirbelgelenken und dem Bandapparat der Wirbelsäule abspielt. Sie befällt fast ausschließlich junge Männer und zeigt einen dominanten Erbgang. Der Krankheitsprozeß beginnt meist schleichend mit Muskel- und Sehnenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Druckempfindlichkeit der Ileosakralgelenke und Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule. Der Prozeß schreitet im allgemeinen von kaudal nach kranial fort. Schließlich kommt es zur Erstarrung der Brustwirbelsäule in hyperkyphotischer Stellung, die Halswirbelsäule wird hyperlordotisch. Das Schober’sche Zeichen fällt in dieser Phase pathologisch aus. Röntgenologisch finden sich zunächst entzündliche, später degenerative und sklerosierende Veränderungen der Ileosakral- und Wirbelgelenke sowie eine Aufrauhung der Sitzbeinhöcker. Zwischen den Wirbelkörpern entstehen am Rand des Anulus fibrosus durchgehende Kalkspangen; außerdem kommt es zu einer Verkalkung der Längsbänder. Schließlich entwickelt sich das typische Bild eines Bambusstabes (Abb. 1).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • H. W. Intorp
    • 1
    • 2
  • W. Wirth
    • 1
    • 2
  • W. Koch
    • 1
    • 2
  • E. Hertel
    • 1
    • 2
  • Herr F. Schilling
    • 3
  1. 1.Med. Univ.-Poliklinik, Med. Univ.-KlinikSchweiz
  2. 2.Orthopäd. Univ.-KlinikMünsterDeutschland
  3. 3.MainzDeutschland

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