Röntgenologische Befunde bei interstitiellen Lungenerkrankungen

  • H. St. Stender
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 81)

Zusammenfassung

An der Formgebung des normalen Lungenbildes ist das interstitielle Gewebe nicht beteiligt. Erst pathologische Prozesse, wie Üdeme, Lymphstauungen, Entzündungen, Fibrosen und Tumorinfiltrate, die mit einer interstitiellen Gewebsvermehrung einhergehen, führen zu strukturellen Veränderungen im Röntgenbild [2]. Ihre Erscheinungsform hängt vor allem davon ab, ob die Veränderungen im intralobulären oder im extralobulären Interstitium im Vordergrund stehen [4, 9]. Die Prozesse im intralobulären Bereich betreffen vorwiegend die Alveolar wände und das angrenzende Zwischengewebe der Bronchiolen und Gefäße. Durch Summationswirkung verursachen sie im Röntgenbild eine retikuläre Strukturvermehrung mit teils feinherdigen und teils feinwabigen Verdichtungen (Abb. 1). Häufig sind auch die interlobulären Septen verdickt. Eine stärkere Verbreiterung der Alveolarwände führt zu einer Einengung der Alveolarinnenräume mit mehr oder weniger deutlichen homogenen oder fleckigen Trübungen, deren Dichte durch fokale Atelektasen, Üdeme oder alveoläre Entzündungen verstärkt wird. Eine Beteiligung der Alveolarinnenräume tritt vor allem bei akuten allergischen Reaktionen, sekundären Entzündungen oder chronischen Fibrosen ein. Miliare und feinherdige Verschattungen bestimmen das Bild bei Alveolitis mit Granulomen, den interstitiellen Granulomatosen und bestimmten Formen der Sarkoidose [2].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • H. St. Stender
    • 1
  1. 1.Inst. für klin. RadiologieMed. Hochschule HannoverDeutschland

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