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Einschränkung der zerebralen Glukoseoxydation: ein Überlebensmechanismus im Fasten

  • M. Wicklmayr
  • G. Dietze
  • C. Wittermann
  • H. Mehnert
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 81)

Zusammenfassung

Seit den Untersuchungen von Owen et al. [1] an einigen extrem fettsüchtigen Patienten nach wochenlanger Nulldiät ist bekannt, daß das menschliche Gehirn seinen Glukoseverbrauch von rund 70 g/24 Std im Hunger auf 50 g einschränkt und dafür Ketonkörper utilisiert. Würde das Gehirn jedoch weiterhin wie im postabsorptiven Zustand ca. 85% der aufgenommenen Glukose endoxydieren, müßte es innerhalb kurzer Zeit zum Auftreten einer Hypoglykämie kommen, da der Glukoselieferant des Körpers, die Leber, seine Zuckerproduktion im Hunger um über die Hälfte vermindert [2]. Damit stellt sich die Frage, auf weiche Weise das menschliche Gehirn über die von Owen gefundene Verminderung der Aufnahme hinaus seinen Glukoseverbrauch einzuschränken vermag.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • M. Wicklmayr
    • 1
    • 2
  • G. Dietze
    • 1
    • 2
  • C. Wittermann
    • 1
    • 2
  • H. Mehnert
    • 1
    • 2
  1. 1.III. Med. Abt.Krankenhauses SchwabingDeutschland
  2. 2.Forschergruppe DiabetesMünchenDeutschland

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