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Hämodynamische Untersuchungen zur blutdrucksteigernden Wirkung der Mineralocorticoide

  • Th. Philipp
  • A. Distler
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 81)

Zusammenfassung

Auf welche Weise Mineralocorticoide den Blutdruck steigern können, ist bis heute nicht im einzelnen bekannt. Als gesichert kann jedoch gelten, daß die Mineralocorticoide den Blutdruck indirekt über Veränderungen im Kochsalzhaushalt beeinflussen, da sich ihr pressorischer Effekt durch Kochsalzrestriktion verhindern läßt [1], Der Mineralocorticoidhochdruck stellt somit eine kochsalz-und volumenabhängige Hypertonie dar. Die bisherigen Kenntnisse über die Rolle von Natrium und Volumen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Hypertonie stützen sich im wesentlichen auf experimentelle Untersuchungen von Guyton [5] und Ledingham [7]. Wie die Arbeitsgruppe von Guyton [5] zeigen konnte, läßt sich bei Hunden allein durch Gabe von Kochsalzlösung eine Hypertonie auslösen, wenn vorher 70% des Nierenparenchyms operativ entfernt werden. Bei dieser Hypertonieform besteht in der Anfangsphase ein erhöhtes Herzminutenvolumen (HMV), während in der chronischen Phase der periphere Gesamtwiderstand (TPR) ansteigt und das HMV zur Norm zurückkehrt. Die Umstellung der hämodynamischen Verhältnisse wird als Ausdruck eines Autoregulationsvorganges gedeutet, wobei die durch den erhöhten TPR bedingte Blutdruckerhöhung die Niere wieder in die Lage versetzt, Natrium und Volumen auszuscheiden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Th. Philipp
    • 1
  • A. Distler
    • 1
  1. 1.I. Med. Klinik u. PoliklinikUniv. MainzDeutschland

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