Ein kombinierter Test zur Diagnostik von Störungen der Verdauungsphysiologie bei der Enteritis regionalis

  • H. Fromm
  • D. Schindler
  • U. Bär
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 80)

Zusammenfassung

Bei der Enteritis regionalis liegt charakteristischerweise ein Befall des terminalen Ileums vor. Störungen der normalen Verdauungsphysiologie des Dünndarms können bei diesem Krankheitsbild durch einen entzündungsbedingten Funktionsverlust des Ileums verursacht werden oder durch eine vor allem bei Stenosen oder Strikturen auftretende bakterielle Besiedlung proximaler Dünndarmschlingen (Abb. 1). Eine Funktionsstörung des Ileums kann sich durch eine Gallensäuren (GS)-Malabsorption mit chologener oder Fettsäuren-Diarrhoe manifestieren oder durch eine Vitamin B12-Malabsorption. Außerdem ist bei funktionellem Ausfall größerer Segmente des Ileums eine direkte Störung der Fettresorption zu erwarten. Die bakterielle Besiedlung des Dünndarms ist gewöhnlich mit einer beschleunigten GS-Dekonjugation und einer Aufnahmestörung für Vitamin B12, das von Bakterien konsumiert wird, verbunden. Die beschleunigte GS-Dekonjugation kann ähnlich wie die schwere GS-Malabsorption eine Störung der mizellären Fettlösung und eine Steatorrhoe hervorrufen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • H. Fromm
    • 1
  • D. Schindler
    • 1
  • U. Bär
    • 1
  1. 1.Abt. f. Gastroenterologie, Dept. Inn. Med.Med. Hochschule HannoverDeutschland

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