Schlußwort

  • M. Bergener
Conference paper

Zusammenfassung

Durchblutungsstörungen des Gehirns stehen in der Mortalitätsstatistik der Bundesrepublik an dritter Stelle, übertroffen lediglich von den Erkrankungen des Herzens und von den bösartigen Geschwülsten. Ausgehend von der klinischen Symptomatologie werden drei Gruppen zerebrovaskulärer Komplikationen unterschieden: Hirnblutung, Hirninfarkt und intermittierende zerebrale Ischämie. Noch immer erliegen in der Bundesrepublik etwa 100.000 Menschen jährlich den Folgen eines Schlaganfalls. Viele dieser Patienten könnten wahrscheinlich erfolgreicher behandelt werden, würde man die Prodromalstadien ernster nehmen. Unter diesen kommt der intermittierenden zerebralen Ischämie besondere Bedeutung zu. Oft nach wenigen Minuten bereits wieder abklingend, kommt es jeweils zu kurzzeitigen Bewußtseinstrübungen, Sprach- und Sehstörungen, Paresen, Parästhesien und anderen Störungen der Sensibilität. Sofern diese Symptome überhaupt Beachtung finden, werden sie sowohl von den Betroffenen als auch von den sie behandelnden Ärzten häufig bagatellisiert. Zu Recht wurde daher von Zülch auf die große Bedeutung dieser vorübergehenden ischämischen Attacken hingewiesen. Keine Zweifel kann es darüber geben: Die Prognose zerebrovaskulärer Prozesse könnte durch eine intensivere Frühdiagnostik entscheidend verbessert werden. Daß es dabei wie auch in der Therapie und Rehabilitation in erster Linie auf interdisziplinäre Zusammenarbeit ankommt, wird in den Beiträgen dieses Berichtsbandes in überzeugender Weise dargelegt. Nicht nur die Tatsache, daß in der Mehrzahl Patienten in höherem Lebensalter betroffen werden, unterstreicht ihre Bedeutung für die Geriatrie.

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© Dr. Dietrich Steinkoff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1985

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  • M. Bergener

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