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Gittermodelle von Mischungen

  • G. H. Findenegg
Part of the Grundzüge der Physikalischen Chemie in Einzeldarstellungen book series (2778, volume 2)

Zusammenfassung

Viele physikalisch-chemische Erscheinungen lassen sich modellmäßig durch die Annahme behandeln, daß die einzelnen Teilchen an vorgegebene Plätze eines periodischen Gitters gebunden sind. Wegen der geometrisch wohldefinierten Anordnung der Gitterbausteine wird die Berechnung der Konfigurationszustandssumme wesentlich erleichtert. Eine grundlegende Rolle spielt dabei die Abzählung von Anordnungsmöglichkeiten der verschiedenen Typen von Bausteinen am Gitter. Wichtige Beispiele bilden Mischkristalle von zwei oder mehreren Atom- oder Molekülsorten. Wenn es sich bei einem Gitterbaustein um Teilchen (besetzte Gitterplätze) beim anderen um Leerstellen (unbesetzte Gitterplätze) handelt, spricht man vom sogenannten Gittergas-Modell. Beispielsweise eignet sich dieses Modell zur Beschreibung des Phasenverhaltens von gelöstem Wasserstoff in Metallen. Das zweidimensionale Gittergas-Modell bildet eine Grundlage der Theorie der lokalisierten Monoschicht-Adsorption. Der Ferromagnetismus und verwandte magnetische Phänomene beruhen auf den Einstellungsmöglichkeiten des magnetischen Spinmoments der Atome eines Kristalls. Die statistische Theorie dieser Ordnungserscheinungen geht auf Lenz und Ising (1926) zurück. Das Ising-Modell bzw. Gittergas-Modell bildeten die Grundlage der modernen Theorie der kritischen Erscheinungen.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG, Darmstadt 1985

Authors and Affiliations

  • G. H. Findenegg
    • 1
  1. 1.Institut für Physikalische ChemieRuhr-UniversitätBochumGermany

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