Ischämietoleranz der Niere

  • Michael Marberger
Part of the Fortschritte der Urologie und Nephrologie book series (2824, volume 10)

Zusammenfassung

Die Niere reagiert wegen ihrer intensiven, aeroben Stoffwechseltätigkeit (51, 102, 258)—vor allem in den Hauptstückepithelien (241)—sehr empfindlich auf Ischämie. Schon Sekunden nach Unterbrechung der Blutzufuhr kommt es zur raschen Verschiebung des ATP/AMP Quotienten zu Gunsten der energieärmeren Monophosphat nukleotide(5, 77, 205, 242, 243, 250). Spätestens nach 5 Minuten ist der Funktionsstoffwechsel als Folge der energetischen Insuffizienz der Tubuluszellen zusammengebrochen (78, 250). Das angehäufte AMP wird allerdings nur langsam zu Nucleo-siden abgebaut, so daß ausreichend hochwertige Bausteine für eine rasche ATP-Resynthese berWiederdurchblutung zur Verfügung stehen. Erst nach zwei- bis dreistündiger Ischämie fällt der Gesamtgehalt an Nucleotiden zunehmend rascher ab, so daß die „Wiederbelebbarkeit“ des Funktionsstoffwechsels erlischt (243, 250).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG Darmstadt 1978

Authors and Affiliations

  • Michael Marberger
    • 1
  1. 1.Urologische Universitätsklinik MainzDeutschland

Personalised recommendations