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Erbliche Hypacusis aufgrund morphologischer Abnormität der Cochlea am Beispiel eines Singvogels

  • O. Gleich
  • G. A. Manley
  • R. J. Dooling
  • J. Strutz
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht 1994 der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1994 / 2)

Zusammenfassung

Tiermodelle spielen in der Erforschung von Hörstörungen eine wichtige Rolle. Für die Erforschung erblich bedingter Hörstörungen wurden bisher überwiegend Stämme unterschiedlicher Mäusemutanten herangezogen. Untersuchungen in jüngster Zeit haben gezeigt, daß bei Vögeln, durch Schallschädigung oder ototoxische Substanzen, zerstörte Haarzellen ersetzt werden können und auch eine funktionelle Erholung der gestörten Cochleafunktion erfolgt. Vor einigen Jahren wurde über eine Kanarienvogelrasse berichtet, die eine erblich bedingte Hörstörung aufweist. Dabei handelt es sich um sogenannte Belgische Wasserschläger (BWS). Bei diesen Tieren findet man, im Vergleich zu Kanarienvögeln anderer Rassen, vor allem im Frequenzbereich oberhalb von 2 kHz, um bis zu über 40 dB erhöhte Schwellen. Der BWS ist das erste Tiermodell einer genetisch bedingten Hörstörung in einer Wirbeltierklasse, die für die Regenerationsfähigkeit ihrer Haarzellen bekannt ist. Deshalb erscheint es uns wichtig, die Ursachen, die dieser Schwerhörigkeit zugrunde liegen, genauer zu untersuchen. Ziel dieses Projekts war es festzustellen, ob im Vergleich zu normalen Kanarienvögeln in der Cochlea des BWS pathologische Veränderungen gefunden werden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • O. Gleich
    • 1
  • G. A. Manley
    • 1
  • R. J. Dooling
    • 1
  • J. Strutz
    • 1
  1. 1.RegensburgDeutschland

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