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Ein Schleimhautmodell zur Untersuchung von Adhäsionsrezeptoren

  • C. Bachert
  • C. Rudack
  • U. Hauser
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht 1994 der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1994 / 2)

Zusammenfassung

Entzündungsprozesse gehen mit der Migration und Gewebeinfiltration von Granulozyten einher, deren Voraussetzung die Expression von Adhäsionsrezeptoren über geeignete Zellbotenstoffe, z.B. proinflammatorische Zytokine, ist. Aus vorausgegangenen Untersuchungen wissen wir, daß diese Zytokine im Nasensekret sowohl bei gesunder Schleimhaut als auch bei der allergischen und viralen Rhinitis nachweisbar sind. Bei beiden Rhinitisformen sind die Konzentrationen im Sekret sowohl für Interleukin (I1)-1β als auch für Il-6, Il-8 und TNF (Tumornekrosefaktor)-α signifikant erhöht. Die proinflammatorischen Zytokine führen zur Expression verschiedener Gruppen von Adhäsionsrezeptoren sowohl auf dem Gefäßendothel als auch auf den Granulozyten des peripheren Blutes und ermöglichen so die transendotheliale Migration der Zellen. In der vorliegenden Studie haben wir ein menschliches Schleimhautmodell entwickelt, um unter möglichst natürlichen Bedingungen die Induktion der Expression des endothelialen Adhäsionsrezeptors E-Selektin, der eine frühe lockere Bindung der Zelle an das Endothel vermittelt, unter Einfluß von Il-1β, TNF-α und Allergen zu untersuchen. Dazu wurde Schleimhaut von der unteren Muschel entnommen, portioniert und mit den verschiedenen Stimuli über 2 h inkubiert, um dann die Expression von E-Selektin immunhistochemisch nachzuweisen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • C. Bachert
    • 1
  • C. Rudack
    • 1
  • U. Hauser
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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