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Sequentielle Computermanometrie des Schluckaktes nach etagenbezogener Pharynxrekonstruktion

  • E. K. Walther
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht 1994 der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1994 / 2)

Zusammenfassung

Nach früheren Untersuchungen zur Schluckphysiologie korreliert das Schluckvermögen nach pharyngealen Tumorresektionen nicht mit der Tumorgröße, sondern vielmehr mit dem Ort der Resektion. 81 Patienten wurden nach pharyngolaryngealen Rekonstruktionen mit der pharyngealen Sequenzcomputermanometrie untersucht. Die allgemeine Schluckkoordination ist nicht eine Frage des oropharyngeal erzeugten Druckpumpenstoßes und der Passagezeit, sondern der Schluckinitiierung. Die kritischen Bereiche liegen dabei am Pharynxeingang zu Beginn und am Pharynxausgang zum Ende der pharyngealen Schluckphase (Tabelle 1). Die topographischen Korrelate dafür sind der Zungengrund und das pharyngoösophageale Segment. Resektionen am Zungengrund führen zu einem Volumenmangel, der sich manometrisch in einer Druckminderung äußert. Distal kommt eine verspätete Sphinkterrelaxation zum Tragen, so daß kranial durch Drucksteigerung und Nachschluckaktion kompensiert werden muß. Das Volumendefizit muß bei beidseitigen Zungengrundresektionen plastisch rekonstruiert werden. Das Gewebsvolumen myokutaner Insellappen gewährleistete bei allen plastisch rekonstruierten Patienten im Gegensatz zur fehlenden Volumenrekonstruktion eine effektive Schluckinitialisierung. Dies war auch bei zusätzlichen Zungendefekten der Fall.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • E. K. Walther
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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