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Umgang mit Burnout und präventive Aspekte

  • Jiři Modestin
  • Marianne Lerch
  • Wolfgang Böker
Chapter
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 74)

Zusammenfassung

Wie kann Burnout bewältigt bzw. vermieden werden? Der erste Schritt bestehe immer in der Analyse der Situation. Dabei gelte es, folgende Fragen zu beantworten: „Welche Umweltbedingungen sind aussehlaggebend? Welche individuellen Bedürfnisse und Ziele werden frustriert? Welche normativen Vorstellungen erweisen sich als unrealistisch und welche als dysfunktional? Welche Informationen fehlen?“ u.a.m. Erst in einem zweiten Schritt könne die eigentliche Intervention erfolgen (Burisch 1989). Obwohl zur Art und Weise solcher Interventionen einige Literatur besteht, liegen zur Streß- bzw. Burnoutbewältigung, insbesondere beim Krankenpflegepersonal, noch wenig empirische Untersuchungen vor. Viele Ratschläge erscheinen deshalb wenig fundiert; ohne individuelle Ausrichtung sollen sie nicht ungefahrlich sein (Widmer 1988). Ratschläge wie „neue Interessen entwickeln“ und „neue Beziehungen eingehen“ können den bestehenden Streß sogar intensivieren und Schuldgefühle wecken. Die empfohlenen Interventionen können ganz grob in individuenzentrierte und organisationszentrierte aufgeteilt werden, wobei die individuellen Anstrengungen, von „sich mehr Zeit nehmen“ bis zum Stellenwechsel, vorranging sein sollen (Alexander 1980). Sie kommen vor allem dort zum Tragen, wo die Institution bzw. deren Organisation nicht geandert werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Jiři Modestin
    • 1
  • Marianne Lerch
    • 2
  • Wolfgang Böker
    • 2
  1. 1.Psychiatrische Universitätsklinik ZürichZürichGermany
  2. 2.Psychiatrische Universitätsklinik BernBernSwitzerland

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