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Konzeptuelle Fragen

  • Jiři Modestin
  • Marianne Lerch
  • Wolfgang Böker
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 74)

Zusammenfassung

Burnout stellt ein komplexes Phänomen mit intrapsychischen, interpersonellen, beruflichen, organisatorischen, historischen und sozialen Wurzeln dar (Farber 1983). Trotz dieser Komplexität werden die meisten Burnoutkonzepte vom Prototyp des Streßmodells abgeleitet (Golembiewski et al. 1986). Besonders zwischen der Berufsstreß- und Burnoutforschung bestehen viele Berührungspunkte: die Probleme sind sich sehr ähnlich, beide Phänomene resultieren aus komplexen Interaktionen zwischen den individuellen Bedürfhissen und Möglichkeiten einerseits und den Anforderungen der Arbeitsumgebung andererseits (Handy 1988). Mit Recht stellt sich deshalb die Frage, ob Burnout überhaupt als separates Konstrukt aufgefaßt werden darf. Jackson et al. (1986) führten diesbezüglich aus, daß vor allem Maslachs Konzeptualisierung (Maslach u. Jackson 1981) von Burnout als ein Dreikomponentensyndrom (emotionale Erschöpfung, Entpersönlichung und reduzierte Leistungsfähigkeit) von der traditionellen Arbeitsstreßauffassung abweicht. Während die emotionale Erschöpfung noch am ehesten dem geläufigen Streßkonzept entspreche, stelle die Entpersönlichung ein neues Konstrukt dar. Die Symptome der Entpersönlichung treten vermutlich besonders bei den in helfenden Berufen Beschäftigten auf.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Jiři Modestin
    • 1
  • Marianne Lerch
    • 2
  • Wolfgang Böker
    • 2
  1. 1.Psychiatrische Universitätsklinik ZürichZürichGermany
  2. 2.Psychiatrische Universitätsklinik BernBernSwitzerland

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