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Das Herz pp 54-67 | Cite as

Herzschrift

Was das Elektrokardiogramm verrät
  • Hermann Mannebach
Chapter

Zusammenfassung

Stellen Sie sich vor, Ihr Arzt schreibt bei Ihnen ein → Elektrokardiogramm (abgekürzt EKG). Und das geht dann so: Sie werden in einen mit elektrischen Apparaten vollgestopften Raum geführt und gebeten, auf einer Liege Platz zu nehmen. Dann werden Ihre bloßen Arme und Beine mit breiten nassen Tüchern umwickelt. Die Laken sind mit angewärmtem Salzwasser getränkt. Ihre linke Wade, beide Unterarme und zum Teil auch die Oberarme werden mit einer Lage Tuch bedeckt. Darüber werden dann weiße Leinensäckchen festgewickelt, die so groß wie ein Waschlappen und mit einem Brei aus Ton und Zinksulfatlösung gefüllt sind. Zum Schluß steckt der Arzt in jeden Beutel einen Zinkstab und bindet die Säckchen dann oben zu. Ein Ende des Zinkstabs ragt dabei aus jedem Beutel heraus. An diesen Enden befestigt eine Helferin dann lange Kabel. Diese verbinden Ihren Körper mit einem Ungetüm von Apparat auf einem riesigen Küchentisch. Unter diesem Tisch stehen 5 große, stechenden Gasgeruch ausströmende Batterien, die das Gerät auf dem Tisch mit Strom versorgen. Eine Frontplatte an der Längsseite des Tisches ist mit zahlreichen Schaltern, Kurbeln und Hebeln bestückt. Dem Ungetüm auf dem Tisch steht in einigem Abstand ein zweiter Apparat gegenüber. Die Füße seines schwarzen Metallsockels ruhen auf dicken Filzplatten, um Erschütterungen des empfindlichen Geräts zu dämpfen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • Hermann Mannebach

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