Bildgebende Verfahren zur Diagnostik von Mundhöhlen- und Oropharynxtumoren: Stellenwert der flexiblen Endosonographie

  • W. Heppt
  • W. Issing
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1991 / 2)

Zusammenfassung

Das Staging maligner Mundhöhlen- und Oropharynx-Tumoren beinhaltet neben der klinischen Untersuchung den Einsatz von Computertomographie, Kernspintomographie und transkutaner B-mode-Sonographie. Trotz der rasanten technischen Entwicklung ermöglichen die genannten bildgebenden Verfahren jedoch in vielen Fällen keine klinisch verwertbare Tumordarstellung. Berechtigte Hoffnungen auf eine verbesserte Diagnostik von Tumoren dieser Lokalisation wurden erst in jüngster Zeit durch die Entwicklung der sog. flexiblen Endosonographie geweckt. Zur Beurteilung des akutellen Stellenwertes der flexiblen Endosonographie wurden im Rahmen einer prospektiven Studie bei 21 Patienten mit histologisch gesicherten Mundhöhlen- und/oder Oropharynxkarzinomen die präoperativen Befunde von flexibler Endosonographie, Computertomographie, transkutaner B-mode-Sonographie und Kernspintomographie mit Operationssitus bzw. Histologie verglichen. Die Auswertung erfolgte nach den Kriterien Tumorerkennung, d. h. Abgrenzung des Tumors von gesundem Gewebe und Gesamtdarstellung der Geschwulst. Zur Durchführung der flexiblen Endosonographie wurden zwei neuentwickelte, digital führbare 5/7,5 MHz Ultraschallsonden (Abb. 1) verwendet. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, daß die flexible Endosonographie die Diagnostik maligner Mundhöhlen- und Oropharynx-Tumoren entscheidend verbessert und insbesondere in der Erkennung und Gesamtdarstellung von T1- und T2-Karzinomen allen anderen bildgebenden Verfahren überlegen ist. Nur bei ausgedehnten Tumoren sind zur übersichtlicheren Gesamtdarstellung andere bildgebende Verfahren wie Computer- oder Kernspintomographie hinzuzuziehen. Dennoch liefert die flexible Endosonographie auch bei T4-Befunden in Detailfragen, wie zum Beispiel bei Gefäß- oder Knocheninfiltrationen, wichtige Zusatzinformationen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • W. Heppt
    • 1
    • 2
  • W. Issing
    • 1
    • 2
  1. 1.HeidelbergDeutschland
  2. 2.MünchenDeutschland

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