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Wirkungen des Atrialen Natriuretischen Peptids (ANP) auf das Hörvermögen bei Morbus Menière

  • R. Mösges
  • J. Lamprecht
  • J. Plum
Conference paper
Part of the Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie book series (VBDG HNO, volume 1991 / 2)

Zusammenfassung

Das atriale natriuretische Peptid wirkt natriuretisch, vasodilatorisch und über eine Erhöhung der Gefäßpermeabilität. Die Relevanz dieses Hormons bei hypervolämischen Zuständen konnte für die Linksherzbelastung und das Glaukom nachgewiesen werden. Mit Hilfe autoradiographischer Methoden wurden 1988 erstmals Hinweise auf das Vorkommen von ANP-Rezeptoren auch im Innenohr von Säugetieren gefunden. Es erhebt sich die Frage, ob spezifische Wirkungen des Hormons beim endolymphatischen Hydrops zu finden sind. Hierzu wurden in einer ersten Studie 48 Patienten, die unter einer Innenohrschwerhörigkeit litten, untersucht. Bei 14 hiervon fiel der Glycerol-Test nach Klockhoff positiv aus, 34 wiesen dieses Merkmal nicht auf. Vor und während des Glycerol-Tests wurden stündlich ANP und cGMP, der über eine Stimulation der Guanylat-Zyklase stimulierte „second messenger“, bestimmt. Während die Plasmakonzentration von ANP erwartungsgemäß mit der Osmolalität ansteigt, ohne daß Unterschiede zwischen den M. Menière-Patienten und anderen Betroffenen festzustellen sind, zeigt sich beim cGMP eine Dissoziation zwischen den Gruppen. Schon bei den Ausgangswerten der cGMP-Konzentration im Plasma unterscheiden sich die Gruppen signifikant voneinander. Diese Differenz, mit deutlich erhöhten Werten in der M. Menière Gruppe, läßt sich über den gesamten Untersuchungszeitraum verfolgen (Abb. 1).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • R. Mösges
    • 1
    • 2
  • J. Lamprecht
    • 1
    • 2
  • J. Plum
    • 1
    • 2
  1. 1.AachenDeutschland
  2. 2.DüsseldorfDeutschland

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